geschrieben von Fritz am Samstag, den 7. Juni 2008 um 11:05
Ein Nachtrag zum gestrigen Blog über das Klimaschutzpaket. Heute wurden Zahlen veröffentlicht, in denen ein Beschäftigungsanstieg bis 2020 in der Umweltbranche von ca. 500.000 erwartet wird. Der jähliche Umsatz im Umweltsektor wird sich voraussichtlich von heute ca. 25 Mrd. € auf 100 Mrd. € erhöhen. Die genauen Zahlen gibt es beim Umweltministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.
geschrieben von Fritz am Samstag, den 7. Juni 2008 um 10:06
Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee hat den Entwurf für die neue Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) vorgestellt. Ziel ist, den Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser um ca. 30 % zu senken. Weiterhin sollen alte Nachtspeicheröfen möglichst zügig ausgetauscht werden.
Eine weit reichende Änderung für die Aussteller von Energieausweisen wird zukünftig darin bestehen, dass das Referenzgebäudeverfahren zukünftig auch für Wohngebäude eingeführt wird. Bisher gilt dieses nur bei Nichtwohngebäuden. Bei diesem Verfahren wird anders als bisher der Primärenergiebedarfskennwert für das Gebäude individuell anhand eines Referenzgebäudes mit gleicher Geometrie, Ausrichtung und Nutzfläche unter der Annahme standardisierter Bauteile und Anlagentechnik ermittelt.
geschrieben von Fritz am Freitag, den 6. Juni 2008 um 23:06
Der Bundestag hat heute ein umfassendes Klimaschutzpaket auf den Weg gebracht. Ob folgende Maßnahmen ausreichen, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 % zu reduzieren ist zwischen den Parteien jedoch noch strittig:
Der Anteil an Heizwärme aus klimafreundlichen Quellen soll von heuet 6 % auf 14 % im Jahr 2020 steigen. Dieses soll durch die Pflicht erreicht werden, bei Neubauten einen bestimmten Anteil der Heizwärme zukünftig aus Sonne, Biogas, Holz oder Erdwärme zu gewinnen. Bei Altbauten wird es erst einmal jedoch kein Pflicht zum Austausch oder Modernisierung geben.
Die Ökostrom-Förderung wird neu gestaltet. Offshore-Windräder werden zukünftig mehr gefördert, Windräder an Land und Solaranlagen dagegen weniger. Der Ökostromanteil an der deutschen Stromerzeugung soll bis 2020 von derzeit 12 % auf 25 – 30 % wachsen.
Der Anteil an Kraft-Wärme-Kopplung soll sich ebenfalls erhöhen, von derzeit 12 % auf 25% im Jahr 2020. Dazu werden zukünftig 750 Millionen Euro jährlich an Fördermittel bereitgestellt
Auch wenn diese 750 Millionen Euro sich als Kosten darstellen, sollte nicht vergessen werden, dass sich daraus auf der anderen Seite nicht nur ein kleiner Stein für den Klimaschutz entwickelt. Ganz nebenbei wirken sich solche Förderungen sehr positiv auf den Arbeitsmarkt aus.
Weitere Infos unter anderem direkt auf der Seite der Bundesregierung und der DENA.
geschrieben von Fritz am Dienstag, den 1. April 2008 um 21:01
Ab dem Wintersemester 2008/09 gibt es an der Fachhochschule Erfurt den neuen Masterstudiengang “Passivhaus +”. Nach 4 Semestern erlangen die Studenten den Master of Arts. Zugelassen sind alle Absolventen mit Diplom– oder Bachelorabschluss.
In dem Studium werden analytische, experimentelle und konzeptionelle Fähigkeiten zur Entwicklung neuer, innovativer Gebäudekonzepte vermittelt. Die Themengebiete Energie und Architekturentwurf, Energie und Neue Technologien sowie Energie und Stadtentwicklung werden bearbeitet. Den Abschluss findet das Studium mit einem komplexen Thesis-Projekt. Weiterhin wird eine “Qualifizierung zum Zertifizierten Passivhausplaner” (durch das Passivhausinstitut Darmstadt) im Rahmen der Ausbildung angeboten.
Nähere Informationen erhält man am Samstag, den 5. April von 10 bis 16 Uhr am FH-Informations-Tag in Erfurt.
geschrieben von Fritz am Mittwoch, den 30. Januar 2008 um 18:14
In vielen EU-Ländern laufen Planungen, Passivhäuser ab 2015 als Standard vorzuschreiben, um festgesetzte Klimaziele besser zu erreichen. In Großbritannien soll bereits ab 2013 ein Baustandard verpflichtend eingeführt werden, der sind eng am deutschen Passivhausstandard anlehnt. Als weitere Steigerung sollen danach ab 2016 nur noch Nullemissionssiedlungen errichtet werden. Diese werden keinen Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxids mehr verursachen.
Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg, weil der innovative Baustandard auf den Inseln noch deutlich weniger verbreitet als in Deutschland ist. Das bedeutet einerseits eine gute Möglichkeit für deutsche Firmen, die Bauteile für Passivhaushäuser anbieten, ihre Exporte zu steigern, andererseits noch viel Nachholbedarf für britische Baufirmen und Architekten.
geschrieben von Stefan am Montag, den 19. November 2007 um 13:05
In Baden-Württemberg müssen Neubauten von 2008 an mit einer umweltfreundlichen Heizung ausgestattet werden. Dies beschloss am 7. November der Landtag im bundesweit erstem Wärmegesetz. Die neue Regelung sieht vor, dass bei Neubauten ein fünftel des jährlichen Wärmebedarfs aus regenerative Quellen, dazu zählen Erdwärme und Wärmepumpen, aber auch Energie aus Biomasse und Sonnenenergie, stammen muss.
geschrieben von Stefan am Montag, den 11. Juni 2007 um 20:36
Diese Auszeichnung erhielten 10 Familien die sich an der Aktion “Energiesparmeister 2007″ beteiligt hatten. Was uns besonders freut ist, das auch ein Haus aus unserem Architekturbüro mit zu den Gewinnern gehört. Familie Malinowski ist mit dem zum Energiesparhaus umgebauten Einfamilienhaus einer der Preisträger. Ausgezeichnet wurden Familien die sich durch Einfallsreichtum beim Energiesparen und Engagement für den Klimaschutz ausgezeichnet haben. Als Preis gab es nicht nur 2500 Euro, sondern auch eine grüne Hausnummer.
Das Einfamilienhaus der Familie Malinowski wurde zu einem modernen Energiesparhaus umgebaut und mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, sowie mit einer Erdgas-Brennwerttherme mit Solaranlage ausgestattet. Ein Wärmetauscher sorgt für das Vorheizen der frischen Außenluft. Die Wärmedammung wurde am Dach und an der Fassade erneuert. Für ein besonderes Wohnklima sorgt der raumluftunabhängiger Kaminofen.
Neben diesen baulichen Maßnahmen spart Familie Malinowski aber auch so Energie. Wärme erzeugen sie mit einer Solaranlage selbst. Strom wird über einen Ökostrom-Anbieter (Lichtblick) bezogen. Sie fahren mit ihren Autos statt mit Benzin, mit Ökodiesel und soweit es geht steigen sie lieber aufs Fahrrad oder nehmen die Bahn.
Eine Liste aller Preisträger können Sie sich auf der Website der Initiative “Klima sucht Schutz”, welche zusammen mit dem ZDF Ausrichter dieses Wettbewerbs waren, anschauen. Das ZDF hat zu den Preisträgern ein Video in der Mediathek hinterlegt.
geschrieben von Stefan am Montag, den 4. Juni 2007 um 12:24
Wie ich diese Meldung las traute ich meinen Augen nicht. Da hat ein gewisser Mitchell Joachim und Kollegen des Massachusetts Institute of Technology (MIT) doch ein wachsendes Haus erfunden. Und so funktionierts. Das Haus, also das Grundgerüst wird mit Sperrholz verschalt. In dieser Verschalung wachsen dann Pflanzen, welche das ist ein Betriebsgeheimnis, sie bilden die Mauern, Wände und das Dach des Hauses. Wenn das Haus fertig gewachsen ist, dies kann immerhin bis zu fünf Jahren dauern, wird die Verschalung entfernt und für das nächste Haus benutzt. Das Pflanzenmaterial wächst wohl sehr schnell und bildet ein dichtes Fasernetz aus.
Ein Problem gibt es, das sind die Fenster. Man entwickelte Fenster auf Soja-Basis, welche lichtdurchlässig sind. Zum Schluss wird das Haus mit konventionellen Baumaterialien, wie Fliesen, Tapeten und was sonst noch dazugehört ausgestattet.
Eine sehr interessante Bauweise und eine sehr ökologische dazu. Jetzt muss der Architekt nur noch Käufer für sein wachsendes Haus finden.
geschrieben von Stefan am Donnerstag, den 31. Mai 2007 um 17:36
Bei der Frage wie wirtschaftlich die Sanierung ihres Hauses ist, hilft Ihnen die Exel-Tabelle vom Ingenieurbür Nordhoff. Sie müssen nur ein paar Angaben wie Baujahr des Hauses, Energieträger und den Jahresverbrauch eingeben und dann noch ein paar Angaben zu den Flächen des Hauses (Außenwand, Fenster, Kellerdecke, Dachfläche) machen, um die Kostenschätzung für die Dämmmaßnahmen durchführen zu können. Die Tabelle errechnet dann daraus die Investitionssumme und die Energieeinsparung in Prozent.
geschrieben von Stefan am Montag, den 26. Februar 2007 um 12:29
Das Passivhaus zeichnet sich durch seine Wirtschaftlichkeit, Ökologie und Nachhaltigkeit aus. Worin bestehen aber die ökologischen Aspekte eines Passivhauses?
Wer ein Passivhaus baut entscheidet sich bewusst für ein ökologisches Baukonzept. Durch die kompakte Bauweise und den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen wie z.B. Holz ist eine unnötige Belastung der Umwelt möglich. Solarenegie und die Verwendung von Wärmepumpen sind weitere ökologische Aspekte des Passivhauses. Dabei wird Solarenergie alleine schon durch die Ausrichtung der Fensterflächen nach Süden optimal genutzt. Wärmepumpen beheizen die Frischluft und sind auch zur Warmwasserbereitung geeignet. Durch den Verzicht auf ein konventionelles Heizungssystem ist es mit einem Passivhaus möglich 80 - 90 Prozent der Energiekosten eines Hauses einzusparen. Weiterhin bezieht ein Passivhaus seinen Wärmegewinne auch aus Abwärme der installierten Elektrogeräte und der Hausbewohner.
Das Passivhaus zeichnet sich eben gerade als solche durch seine hohe Energieeffizenz aus. Daher ist das Passivhaus so ökologisch und umweltfreundlich.
Wir sind ein Architektur und Ingenieurbüro in Berlin. Wir haben uns auf Niedrigenergie- und Passivhäuser spezialisiert. Das Passivhaus erlangt in Zeiten hoher Energiekosten immer mehr an Bedeutung. Wir möchten Sie hier über Passivhäuser und über Neues zu diesem Baukonzept informieren.
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