Als wir vor 5 Jahren mit der Entwicklung von Holzpassivhäusern im Innenstadtbereich begannen, gab es genügend Stimmen die sagten, dass dies unmöglich sein und kein Mensch braucht. Doch die Zeit lehrte uns etwas besseres. Jetzt wird der Traum Wirklichkeit: behaglicher, günstiger Wohnraum nicht nur bei der Errichtung, sondern auch im Unterhalt, für sich und seine Familie und das in ökologischer Bauweise. Der Naturbaustoff Holz wurde hier bis an seine Grenzen genutzt. Bis Ende des Jahres werden die drei Passivhäuser fertig sein und 35 Familien ein neues Zuhause geben.
Das Passivhaus Projekt beobachtet seit zwei Jahren auch der Minister für Landesentwicklung und Verkehr von Sachsen Anhalt Dr. Karl-Heinz Daehre im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Stadtumbau 2010. Wir freuten uns, dass wir auch ihn zum Richtfest gegrüßen durften.
Hier noch ein paar Impressionen vom Richtfest des Passivhausprojektes an der Börse:
Der Vertreter der Baugruppe spricht auf dem Richtfest zu den Anwesenden.
geschrieben von Stefan am Mittwoch, den 17. Juni 2009 um 14:38
Im Hausbau gibts nichts Neues. Der Abwärtstrend hält weiter an. Die KfW untersucht mit ihrem KfW-Indikator Eigenheimbau (KIEB) regelmäßig die Entwicklung im Hausbau. Während es im Jahr 2008 noch zu einem Zuwachs bei den Bauinvestitionen kam, konnte sich diese Entwicklung im Hausbau 2009 nicht fortsetzen. Vergleicht man die realen Bauinvestitionen des ersten Quartals 2008 mit denen von 2009 stellt man fest, dass die Bauinvestitionen in den ersten drei Monaten des Jahres 2009 gegenüber 2008 um 7,8% sanken. Das ist keine erfreuliche Enwticklung. Der Wohnungsbau hat sogar ein Minus von 8,9% zu verzeichnen.
Weitere Informationen zur Entwicklung im Hausbau können hier als PDF heruntergeladen werden.
geschrieben von Stefan am Donnerstag, den 4. Juni 2009 um 14:04
Ob Passivhaus, Niedrigenergiehaus oder Drei-Liter-Haus. Mit diesen Baustandards versucht man den Energieverbrauch des Hauses niedrig zu halten. Eine besondere Aufgabe kommt demnach den Baumaterialien zu, mit denen diese Häuser gebaut werden. Und die Haushersteller stehen unter Druck. Mit steigenden Energiepreisen und verschärften Energiesparverordnungen (EnEV 2009) werden solche Materialien verstärkt nachgefragt.
Doch die Branche schläft nicht, wie schon auf der Fachmesse “Bau 2009″ deutlich wurde. Neue Materialien bei der Wärmedämmung machen es mittlerweile möglich einschalige Außenwände zu verwenden, statt noch eine zusätzliche Dämmung (Wärmedämm-Verbundsystem) anzubringen.
Welche neuen Baumaterialien mittlerweile beim Hausbau zum Einsatz kommen können Sie hier nachlesen.
geschrieben von Stefan am Freitag, den 17. April 2009 um 13:49
Die Beschaffenheit des Baugrundes ist für die Realisierung eines Bauvorhabens von besonderer Bedeutung. Schäden am Gebäude konnten oftmals auf ungenügende Kenntnisse der örtlichen Baugrundsituation zurückgeführt werden. Häufig wurde im Vorfeld diesbezüglich nicht richtig untersucht oder es wurde aus Kostengründen sogar auf das Baugrundgutachten verzichtet. Jedoch wurde hier am falschen Ende gespart.
Gering tragfähige Bodenschichten wie Torf und Mudde oder unerwartete hohe Grundwasserstände und spätere Kellervernässungen dürften einigen Grundstücksbesitzern in Berlin und Brandenburg, die beispielsweise ihr Gebäude in Wassernähe zur Spree errichtet haben, nicht ganz unbekannt sein.
Bauherren sollten sich nicht auf die Aussagen der Nachbarschaft verlassen. Problematische Baugrundverhältnisse lassen die Baukosten schnell ansteigen. Ein nicht eingeplanter Bodenaustausch verursacht erhebliche Mehrkosten. Bei größerer Mächtigkeit des gering tragfähigen Baugrundes sind unter Umständen nur teure Sondergründungen die Lösung. Ein weiterer Aspekt hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit besteht darin, das bei aufgefülltem Boden Verunreinigungen oder Kontaminationen nie ganz auszuschließen sind, was ggf. zu einem kostenintensiven Entsorgungsaufwand führen kann.
Wenn im Vorfeld am besten vor dem Grundstückskauf eine Baugrunduntersuchung durchgeführt wird, lassen sich Probleme dieser Art erheblich minimieren. Angesichts der geringen Kosten für ein Baugrundgutachten (gemessen am gesamten Bauvolumen), sollten Bauherren nicht zögern und rechtzeitig eine Baugrunderkundung in Auftrag geben.
geschrieben von juliane am Mittwoch, den 18. März 2009 um 15:50
Seit den 90er Jahren hat sich der Anteil der Holzhäuser in Deutschland verdoppelt. Rund 15 Prozent der 2007 neu gebauten Häuser waren aus Holz, in den 90ern waren es nur etwa sieben Prozent. Heute ist der Fantasie beim Bau eines Hauses, dank zahlreicher neuer Baustoffe kaum noch eine Grenze gesetzt. Holz wird besonders deshalb nachgefragt, weil es aber sehr günstige bauphysikalische Eigenschaften verfügt. Zudem gehört Holz zu den Rohstoffen, die in Deutschland in größerer Menge nachwachsen als sie verbraucht werden. Hauptsächlich Fichte, Kiefer, Tanne oder Douglasie werden zum Hausbau verarbeitet.
Der weitaus größte Teil, rund 80 Prozent, der neuen Holzhäuser werden in Holzrahmenbauweise industriell vorgefertigt. In den vergangenen Jahren sind die Gebäude hochwertiger und individueller geworden. Oft werden Wohnhäuser im Alpenlandstil, gelegentlich auch Schwedenhäuser oder auch amerikanische Holzvillen nachgefragt. Aber auch individuell von Architekten entworfene Gebäude sind im Trend.
Durch die Entwicklung neuer Maschinen wurde der Holzbau revolutioniert. Heute gibt es kaum noch etwas, was nicht auch mit Holz umgesetzt werden könnte. Selbst runde Holzhäuser sind möglich.
Auch in städtischen Gebieten wird inzwischen viel mit Holz gebaut. In Berlin errichteten die Architekten Kaden und Klingbeil das seinerzeit höchste Holzhaus der Welt, ein siebenstöckiges Wohngebäude. Dabei befand sich unter den Fürsprechern dieses Baus ausgerechnet die örtliche Feuerwehr, denn Holz verkohlt zwar äußerlich, behält jedoch seine Stabilität länger als Stahlbalken, die bei Feuer in sich zusammenfallen. die heutigen Balken eines Holzskeletts bestehen nicht mehr aus massivem Holz, sondern aus geleimten Brettschichthölzern, die weder reißen noch sich verdrehen können. Auch das gefürchtete Aufquellen oder Schrumpfen des Materiales Holz lässt sich mit neuen Verarbeitungsformen einschränken.
Und auch im Innenausbau ist Holz wieder auf dem Vormarsch. Das schöne am Nuturstoff Holz ist, dass bei schön gemaserten Holzwänden im Innern des Hauses das Interieur, wie Kommoden und Vasen aber auch Kronleuchter oder Matratzen besonders gut zur Geltung kommen.
geschrieben von juliane am Donnerstag, den 5. März 2009 um 10:49
Frankfurt am Main ist die “Passivhaus-Hauptstadt” in Deutschland. In den vergangenen zehn Jahren entstanden hier über 800 neue Wohnungen sowie zwei Schulen in Passivhaus-Bauweise. Das sind so viele wie sonst nirgendwo in Deutschland. Auch weltweit liegt Frankfurt an der Spitze – mit mehr als 100.000 Quadratmetern Nutzfläche in Passivhaus-Bauweise.
Im Jahr 1995 wurden die ersten Passivhäuser in Frankfurt gebaut. Hierbei handelte es sich um Einzelobjekte, die oft dem Pioniergeist vereinzelter Hausbesitzer zu verdanken waren. Das Passivhaus-Institut in Darmstadt sowie der “Entdecker” des Passivhauses, Wolfgang Feist, waren und sind zudem günstige regionale Voraussetzungen. Bereits die ersten Häuser bewiesen, dass das Prinzip funktioniert. Die “Bild”-Zeitung titelte schon 1998 begeistert: “Frau Dürnemann hat 100 DM Heizkosten – nicht im Monat, sondern im Jahr!”.
Das Projekt “Wohnen bei St. Jakob – Grempstraße” der Frankfurter Aufbau AG (FAAG) kann durchaus als Keimzelle der Bewegung gesehen werden. Zwar wurden zunächst Mehrkosten unterstellt, inzwischen zeigte sich jedoch, dass die Baukosten eher niedriger lagen als bei üblichen Projekten. Wegen der attraktiven Wohnlage sowie der praktischen Architektur wurden die Passivhäuser zum echten Verkaufsschlager. Zum Teil mussten sie sogar versteigert werden. Die stadteigene ABG Frankfurt Holding baut inzwischen nur noch Passivhäuser für neuen Wohnraum.
Bald wurde das Passivhaus in der Grempstraße zum Vorzeigeobjekt, das sogar internationale Delegationen anlockte. Das Energiereferat bot Besichtigungsfahrten, die sogenannten “Klimatours” für Besucher an. Das Gremium hat mit seiner kompetenten Beratung einen nicht unerheblichen Anteil am Erfolg der Passivhäuser in Frankfurt. Es erläutert Bau- und Sanierungswilligen das Prinzip der Passivhausbauweise, informiert sie über Fördermöglichkeiten und vermittelt Experten und Fachleute. In einer Kooperation zwischen dem Energiereferat und der Mainova wurde ein spezielles Förderprogramm für Passivhäser das KlimaPartnerProgramm aufgelegt. Von Anfang an werden hier die Bauherren von einem qualifizierten Planungsbüro beraten und begleitet. Bereits realisierte Häuser können auf dem Klimaschutzstadtplan des Energiereferates eingesehen werden.
geschrieben von Stefan am Samstag, den 12. Juli 2008 um 16:27
Heute möchte ich Ihnen ein Heft von Öko-Test empfehlen. Das “Öko-Test Spezial Haüser”. Mit diesem Spezialheft wird Bauherren ein Wegweiser an die Hand gegeben der einem hilft so manche Klippe die es beim Haus bauen zu beachten gilt zu umschiffen. Dabei richtet sich das “Öko-Test Spezial Häuser” nicht nur an Bauherren die neu bauen, sondern auch an solche die ihr Haus modernisieren möchten. Dabei behandelt das Heft viele Fragen rund um die Finanzierung des Hauses. ÖKO-TEST stellt jede Menge Häuser vor, nennt Vor- und Nachteile sowie die Kosten. Und wer gerade darüber nachdenkt sich ein Passivhaus zu bauen oder sich eins vom Architekt planen zu lassen dem sei das Heft auch ans Herz gelegt, denn mit dem Thema Passivhaus beschäftigt es sich auch.
das Heft kostet 5,00 Euro kann hier bestellt werden.
geschrieben von Fritz am Dienstag, den 10. Juni 2008 um 16:26
Der zuständige Haupt- und Finanzausschuss in Wekeln (NRW) hat den Beschluss gefasst, dass jeder Bauherr, der ein Grundstück kauft, einen Umweltaufschlag von fünf Euro pro Quadratmeter zahlen muss. In diesem Jahr werden dadurch ca. 110.000 Euro eingenommen. Dieses Geld wird dann denjenigen zugute kommen, die in ein Energiesparhaus oder in ein Passivhaus investieren.
Die Stadt kostet dieses Umwelt-Förderprogramm nichts, es orientiert sich an den Richtlinien der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Wer ein KfW 60-Haus errichtet bekommt 3000 Euro, wer in ein KfW 40-Haus investiert kann sich über 4000 Euro freuen und derjenige, der sich für ein Passivhaus entscheidet, erhält eine Förderung von 6000 Euro. Innerhalb von vier Wochen wird der Zuschuss gezahlt.
Wenn doch nicht das gesamte eingenommene Geld ausgezahlt werden sollte, wird der Rest für energetische Maßnahmen an oder in städtischen Gebäuden verwendet.
geschrieben von Fritz am Freitag, den 6. Juni 2008 um 23:06
Der Bundestag hat heute ein umfassendes Klimaschutzpaket auf den Weg gebracht. Ob folgende Maßnahmen ausreichen, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 % zu reduzieren ist zwischen den Parteien jedoch noch strittig:
Der Anteil an Heizwärme aus klimafreundlichen Quellen soll von heuet 6 % auf 14 % im Jahr 2020 steigen. Dieses soll durch die Pflicht erreicht werden, bei Neubauten einen bestimmten Anteil der Heizwärme zukünftig aus Sonne, Biogas, Holz oder Erdwärme zu gewinnen. Bei Altbauten wird es erst einmal jedoch kein Pflicht zum Austausch oder Modernisierung geben.
Die Ökostrom-Förderung wird neu gestaltet. Offshore-Windräder werden zukünftig mehr gefördert, Windräder an Land und Solaranlagen dagegen weniger. Der Ökostromanteil an der deutschen Stromerzeugung soll bis 2020 von derzeit 12 % auf 25 – 30 % wachsen.
Der Anteil an Kraft-Wärme-Kopplung soll sich ebenfalls erhöhen, von derzeit 12 % auf 25% im Jahr 2020. Dazu werden zukünftig 750 Millionen Euro jährlich an Fördermittel bereitgestellt
Auch wenn diese 750 Millionen Euro sich als Kosten darstellen, sollte nicht vergessen werden, dass sich daraus auf der anderen Seite nicht nur ein kleiner Stein für den Klimaschutz entwickelt. Ganz nebenbei wirken sich solche Förderungen sehr positiv auf den Arbeitsmarkt aus.
Weitere Infos unter anderem direkt auf der Seite der Bundesregierung und der DENA.
geschrieben von Fritz am Freitag, den 25. April 2008 um 10:41
Ergänzend zum Artikel von Stefan vom 03.April 2008 gibt es wichtige Neuigkeiten. Der internnational anerkannte Brandschutzexperte Dr.-Ing Michael Dehne wird das Brandschutzkonzept für die drei fünfgeschossigen Passivhäuser am alten Schlachthof in Berlin Prenzlauer Berg erarbeiten. Damit ist schon jetzt sichergestellt, dass das Bauvorhaben brandschutztechnisch keine Fragen offen lassen wird.
Wir sind ein Architektur und Ingenieurbüro in Berlin. Wir haben uns auf Niedrigenergie- und Passivhäuser spezialisiert. Das Passivhaus erlangt in Zeiten hoher Energiekosten immer mehr an Bedeutung. Wir möchten Sie hier über Passivhäuser und über Neues zu diesem Baukonzept informieren.
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