geschrieben von Stefan am Mittwoch, den 17. Juni 2009 um 15:59
Am Freitag beschloss der Bundesrat in seiner Sitzung am 12. Juni 2009 die Änderung der HOAI, der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. In der Neufassung der HOAI ist vorgesehen, dass die Honorare von den eigentlichen Baukosten abgekoppelt werden. Erreicht wird dies mit Hilfe des Baukostenberechnungsmodell. Demnach sind die Baukosten die in der Entwurfsplanung berechnet wurden Grundlage für die Honorarfestsetzung. Eine weitere Änderung ist, dass sich die staatlichen Honarvorgaben lediglich auf die Planung beschränken. Weitere Beratungsleistungen können nunmehr frei vereinbart werden. Weiterhin fallen verbindliche Stundensätze weg, obwohl hier zu beachten ist, dass die Mindeststundensätze der HOAI nicht unterschritten werden dürfen. Die neue HOAI ist auf Architekturbüros und Ingenieurbüros mit Sitz in Deutschland beschränkt.
weiterführende Informationen zur HOAI
http://bundesrecht.juris.de/aihono/index.html
http://www.bundesrat.de/cln_090/nn_8336/SharedDocs/Drucksachen/2009/0301-400/395-09,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/395-09.pdf
Kategorie: Allgemein
geschrieben von Stefan am Mittwoch, den 17. Juni 2009 um 14:38
Im Hausbau gibts nichts Neues. Der Abwärtstrend hält weiter an. Die KfW untersucht mit ihrem KfW-Indikator Eigenheimbau (KIEB) regelmäßig die Entwicklung im Hausbau. Während es im Jahr 2008 noch zu einem Zuwachs bei den Bauinvestitionen kam, konnte sich diese Entwicklung im Hausbau 2009 nicht fortsetzen. Vergleicht man die realen Bauinvestitionen des ersten Quartals 2008 mit denen von 2009 stellt man fest, dass die Bauinvestitionen in den ersten drei Monaten des Jahres 2009 gegenüber 2008 um 7,8% sanken. Das ist keine erfreuliche Enwticklung. Der Wohnungsbau hat sogar ein Minus von 8,9% zu verzeichnen.

Weitere Informationen zur Entwicklung im Hausbau können hier als PDF heruntergeladen werden.
Kategorie: Hausbau
geschrieben von Stefan am Donnerstag, den 4. Juni 2009 um 14:04
Ob Passivhaus, Niedrigenergiehaus oder Drei-Liter-Haus. Mit diesen Baustandards versucht man den Energieverbrauch des Hauses niedrig zu halten. Eine besondere Aufgabe kommt demnach den Baumaterialien zu, mit denen diese Häuser gebaut werden. Und die Haushersteller stehen unter Druck. Mit steigenden Energiepreisen und verschärften Energiesparverordnungen (EnEV 2009) werden solche Materialien verstärkt nachgefragt.
Doch die Branche schläft nicht, wie schon auf der Fachmesse “Bau 2009″ deutlich wurde. Neue Materialien bei der Wärmedämmung machen es mittlerweile möglich einschalige Außenwände zu verwenden, statt noch eine zusätzliche Dämmung (Wärmedämm-Verbundsystem) anzubringen.
Welche neuen Baumaterialien mittlerweile beim Hausbau zum Einsatz kommen können Sie hier nachlesen.
Kategorie: Hausbau
geschrieben von Stefan am Dienstag, den 2. Juni 2009 um 19:01
Die Stiftung Warentest hat die Finanzierung von Eigenheimen untersucht und ist zu dem Schluss gekommen, dass sich Wohn-Riester-Angebote am besten für die Finanzierung von Eigenheimen eigenen. Im Test schnitten die Angebote der Bausparkassen überraschend gut ab.
(weiterlesen…)
Kategorie: Eigenheimfinanzierung
geschrieben von Stefan am Mittwoch, den 27. Mai 2009 um 14:57
Wer in Sachsen ein Passivhaus baut kann sich freuen. Mit einer neuen Förderrichtlinie für Energie und Klimaschutz unterstützt der Freistaat Sachsen den Bau eines Passivhauses mit 100 Euro pro Quadratmeter Energiebezugsfläche. In der Kombination mit einem KfW-Förderkredit können die Mehrkosten, die durch den Bau eines Passivhauses gegenüber eines herkömmlichen Baus entstehen schon mal gut abgefangen werden. Wer sich für die Unterstützung interessiert wendet sich bitte an die Sächsische Aufbaubank (SAB).
(Quelle: haufe.de)
Kategorie: Förderprogramme, Passivhaus
geschrieben von juliane am Montag, den 11. Mai 2009 um 09:41
Beim Bau eines Hauses oder dem Kauf einer Wohnung sind viele weitreichende Entscheidungen zu treffen. Hierbei unterstützt jetzt ein neuer Ratgeber der dena und bietet Informationen von der Planung über den Bauvorgang bis zum modernen Passivhaus.
Der moderne Häuslebauer achtet auf viel mehr als nur die Kosten. Funktionell soll das Haus heute sein, schön natürlich auch und es soll aktiv dabei helfen, Geld zu sparen. Darum ist es wichtig, beim Bau darauf zu achten, einen möglichst geringen Energiebedarf zu erhalten. Denn die Heizkosten werden in der Zukunft nicht sinken. Mit der neuen Broschüre „Bauen für die Zukunft“ der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) lernen Bauherren, was beim Bau eines zukunftssicheren Hauses zu beachten ist.
Mit Hilfe von praktischen und konkreten Beispielen werden die unterschiedlichen Energiestandards beschrieben und die technischen Details nachvollziehbar erläutert. Darüber hinaus weist der Ratgeber darauf hin, welche Fragen sich ein Bauherr schon vor dem Bau stellen sollte. Hier geht es beispielsweise um die Beschaffenheit des Grundstücks, die Wärmedämmung und die energetisch besten Heizungsanlagen für das neue Wohneigentum, das im idealsten Fall ein Passivhaus sein sollte. Die Broschüre gibt es kostenlos im Internet.
Kategorie: Allgemein, Energiebilanz, Energiesparhaus, Passivhaus, Wärmedämmung
geschrieben von Stefan am Freitag, den 17. April 2009 um 13:49
Die Beschaffenheit des Baugrundes ist für die Realisierung eines Bauvorhabens von besonderer Bedeutung. Schäden am Gebäude konnten oftmals auf ungenügende Kenntnisse der örtlichen Baugrundsituation zurückgeführt werden. Häufig wurde im Vorfeld diesbezüglich nicht richtig untersucht oder es wurde aus Kostengründen sogar auf das Baugrundgutachten verzichtet. Jedoch wurde hier am falschen Ende gespart.
Gering tragfähige Bodenschichten wie Torf und Mudde oder unerwartete hohe Grundwasserstände und spätere Kellervernässungen dürften einigen Grundstücksbesitzern in Berlin und Brandenburg, die beispielsweise ihr Gebäude in Wassernähe zur Spree errichtet haben, nicht ganz unbekannt sein.
Bauherren sollten sich nicht auf die Aussagen der Nachbarschaft verlassen. Problematische Baugrundverhältnisse lassen die Baukosten schnell ansteigen. Ein nicht eingeplanter Bodenaustausch verursacht erhebliche Mehrkosten. Bei größerer Mächtigkeit des gering tragfähigen Baugrundes sind unter Umständen nur teure Sondergründungen die Lösung. Ein weiterer Aspekt hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit besteht darin, das bei aufgefülltem Boden Verunreinigungen oder Kontaminationen nie ganz auszuschließen sind, was ggf. zu einem kostenintensiven Entsorgungsaufwand führen kann.
Wenn im Vorfeld am besten vor dem Grundstückskauf eine Baugrunduntersuchung durchgeführt wird, lassen sich Probleme dieser Art erheblich minimieren. Angesichts der geringen Kosten für ein Baugrundgutachten (gemessen am gesamten Bauvolumen), sollten Bauherren nicht zögern und rechtzeitig eine Baugrunderkundung in Auftrag geben.
Kategorie: Hausbau
geschrieben von juliane am Donnerstag, den 16. April 2009 um 12:23
Wohnungskäufer, Bauherren und Modernisierer können reichlich Staat vom Geld bekommen. Günstige Förderdarlehen und Zuschüsse ermöglichen Einsparungen in Höhe von mehreren Tausend Euro. Dafür müssen jedoch einige Bedingungen erfüllt werden. Die Stiftung Warentest hat in ihrer Zeitschrift Finanztest die wichtigsten Förderprogramme getestet.
Wohn-Riester
Diese Förderung gibt es seit 2008 für Wohnungs- und Hauseigentümer. Mit Wohn-Riester bekommt man für eine nach 2007 gekaufte Wohnung oder ein Haus die gleichen Zulagen und Steuervorteile für die Tilgung eines Darlehens wie für einen herkömmlichen Riester-Sparvertrag. Bis zu 2100 Euro Tilgung können außerdem steuerlich abgesetzt werden. Diese Voraussetzungen müssen jedoch erfüllt sein:
Der Besitzer muss selbst in der Immobilie wohnen
Das Darlehen muss spätestens bis zum 68. Lebensjahr zurückgezahlt werden
Der Darlehensvertrag muss vom Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht zertifiziert sein.
Nach dem 68. Lebensjahr müssen die geförderten Beträge versteuert werden. Durch die Zulagen, Steuervorteile und die Zinsersparnis wegen schnellerer Tilgung können sich bis zu diesem Zeitpunkt aber mehr als 50.000 Euro summieren.
Bauherren und Käufer: Kredite der KfW
Das Programm “Energieeffizient Bauen” der KfW-Förderbank bietet supergünstige Kredite für den Bau oder den Kauf von Energiesparhäusern. Bis zu 50.000 Euro mit Effektivzinsen zum Teil unter drei Prozent sind hier möglich.
Das Wohneigentumsprogramm fördert den Bau oder Kauf selbst genutzter Immobilien undabhängig von Energieeffizienz und Bauweise. Hier gibt es Darlehen bis zu 30 Prozent der gesamtkosten oder maximal 100.000 Euro. Die Zinssätze sind zwar nicht viel günstiger als für durchschnittliche Bankdarlehen, aber einige Banken behandeln das KfW-Geld wie Eigenkapital des Baufinanzierers. Wenn dadurch die Finanzierungssumme unter 60 Prozent des Immobilienwertes gelangt, können Kunden der Bank herkömmliche Darlehen zum Bestzins bekommen.
öffentliche Gelder aus Programmen von Bundesländern, Kommunen und Kirchen
Auch nahezu alle Bundesländer vergeben günstige Darlehen für ein Eigenheim. Diese fördern jedoch in der Regel nur Familien mit Kindern. Zudem sind sie begrenzt und es gelten Einkommensgrenzen.
Gefördert werden vor allem Geringverdiener und Familien mit Kindern durch Baukostenzuschüsse oder verbilligte Bauplätze. Viele Kirchen stellen Grundstücke im Erbbaurecht mit Kinderrabatt frei.
Modernisieren: Je besser für die Umwelt, desto günstiger die Zinsen
Auch für Modernisierer kann die KfW die richtige Entscheidung sein. Das Programm “Energieeffizient sanieren” fördert fast alle Maßnahmen zur Modernisierung und Instandsetzung von Wohneigentum.
Hierbei gilt: je energieeffizienter das Ziel, desto niedriger ist der Zinssatz der KfW. Seit Anfang April diesen Jahres sind verbesserte Förderbedingungen vor allem bei Energiesparmaßnahmen an Gebäuden gültig. Der Höchstbetrag für Darlehen in diesem Programm liegt bei 75.000 Euro.
Doch auch der Kauf von frisch sanierten Immobilien wird gefördert. Dieses Darlehen gilt außerdem einheitlich für alle Wohngebäude, deren Bauantrag vor dem Jahr 1995 gestellt wurde. Für zusätzliche Energiesparmaßnahmen wie Photovoltaikanlagen oder Wärmepumpen gibt es darüber hinaus auch Zuschüsse vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).
Baudenkmäler: Geld für alte Häuser
Für Immobilien unter Denkmalschutz oder in Sanierungsgebieten gibt es ebenfalls hohe Steuerförderungen. Für zehn Jahre können jeweils neun Prozent der Sanierungskosten als Sonderausgaben verrechnet werden. Allerdings dürfen die Sanierungsarbeiten erst nach dem Abschluss des Kaufvertrages beginnen.
Kategorie: Allgemein, Förderung
geschrieben von juliane am Montag, den 30. März 2009 um 16:37
Ab April 2009 ändert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Bezeichnung von KfW-40 Energiesparhaus in Effizienzhaus 55. Ebenso wird die Bezeichnung KfW-60 Energiesparhaus in Effizienzhaus 70 geändert. Das neue Effizienzhaus darf von den Höchstwerten der Energiesparverordnung 2007 (EnEV) hinsichtlich des Jahres-Primärenergiebedarfs und des Transmissionswärmeverlustes nur 55 Prozent erreichen. Wie bereits beim KfW-40-Haus beträgt somit der Jahresprimärenergiebedarf 40 Kilowatt pro Quadratmeter Nutzfläche des Hauses.
Mit dem Jahresprimärenergiebedarf wird bestimmt, wieviel Energie im durchschnittlichen Jahresverlauf für Heizen, Lüften und Warmwasserbereitung benötigt wird. Transmissionswärmeverlust beschreibt die energetische Qualität der thermischen Hülle, also der Isolierung des Daches, der Außenwände, den Fenstern und dem Boden eines Gebäudes.
Das KfW-Effizienzhaus 70 (ehemals KfW-60-Haus) darf dementsprechend nur 70 Prozent der EnEV-Höchstwerte erreichen. Auf den Quadratmeter Nutzfläche berechnet bedeutet dies 60 Kilowattstunden.
Das Förderprogramm der KfW bietet zinsverbilligte Darlehen für die Errichtung, Herstellung oder den Ersterwerb neuer Wohngebäude. Diese müssen jedoch den Förderstandard eines KfW-Effizienzhauses 55 oder 70 erreichen.
Kategorie: Allgemein, Energiesparhaus, Förderung
geschrieben von juliane am Dienstag, den 24. März 2009 um 19:59
Wenn es nach dem Willen der bayerischen SPD-Landtagsfraktion geht, soll die Bundesregierung künftig wesentlich mehr Geld für Klimaschutz-Maßnahmen zur Verfügung stellen. Investitionen in Energiesparmaßnahmen, höhere Energieeffizienz sowie in erneuerbare Energien würden die Konjunktur beleben und Arbeitsplätze im Mittelstand sowie im Handwerk schaffen, so der energie- und umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Ludwig Wörner. Bisher hätte das Klimaprogramm des Bundes für 2009 und 2010 lediglich ein Volumen von etwa 204 Millionen Euro. Die Sozialdemokraten hätte Anträge für den Doppelhaushalt 2009/10 eingebracht, die zusätzliche 250 Millionen Euro an Investitionen in Umwelt- und Klimaprojekte bringen sollen.
So soll nach dem Wunsch der SPD Energiegewinnung durch Geothermie oder Biomasse stärker gefördert werden. Hausbauer sollen zum Thema Energiesparen besser beraten werden und in staatlichen Gebäuden soll die Wärmedämmung verbessert werden. Der bayrische Umweltminister Markus Söder von der CSU sei bisher nicht über Ankündigungen hinaus gekommen, sagte Wörner. Es wäre ein echter Prüfstein für Söder und Ministerpräsidenten Horst Seehofer, wie ernst sie es mit dem Klimaschutz nähmen.
Kategorie: Allgemein, Klimaschutz, Ökologie
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