Vom Gründerzeithaus zum Passivhaus

geschrieben von Bjoern am Samstag, den 30. August 2008 um 12:56

Neben den „klassischen“ Passivhäusern -freistehenden Einfamilienhäusern- entstehen auch immer mehr Geschosswohnbauten im Standard der Zukunft: In Berlin entwickelt das Ingenieur- und Architekturbüro Müllers Büro für die Baugruppe zur Börse drei fünfgeschossige Passivhäuser mit insgesamt mehr als 30 Eigentumswohnungen. In Wien entsprechen nach einem Bericht der Wiener Zeitung bereits mehr als 830 Wohnungen dem Passivhausstandard. Jetzt soll der große Bestand an innerstädtischen Häusern aus der Gründerzeit auf den energetisch neuesten Stand gebracht werden.


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Passivhaus macht Schule

geschrieben von Bjoern am Freitag, den 18. Juli 2008 um 17:27

Die nächste Generation setzt sich offen und ohne Vorurteile mit der Passivhaustechnologie auseinander. Das Freie Wort Suhl berichtet von vier Gymnasiasten, die sich im Rahmen einer Seminararbeit ausführlich mit der Thematik befaßt haben:

„Für die Jugendlichen ist ihre Projektfrage inzwischen klar beantwortet – das Passivhaus sehen sie als zukunftsfähige Innovation und empfehlen es allen Hausbauern. Leider haben viele Bauherren Vorurteile, weil die Kosten zunächst höher liegen als bei einem konventionellen Haus, bedauerten die 18-Jährigen. „Aber spätestens in zehn Jahren sind die Kosten dank der Einsparungen längst wieder drin“, so die jungen Forscher. Für sie sollte das Passivhaus „der vorgeschriebene Energiestandard der Zukunft sein.“

Nicht nur inhaltlich macht die Passivhaustechnologie Schule, auch immer mehr Schul- und Kindergartengebäude machen sich die Vorteile zu Eigen: In Mäder (Vorarlberg/Österreich) wird im Sommer 2010 der Neubau der Landes-Sonderschule in Passivhausqualität bezogen. Die Einsparungen werden mit jährlich 130.000 Kilowattstunden bzw. knapp 100.000 Kilogramm CO2 beziffert. Der Neubau wird in einem Blog kommentiert.

Eine bereits realisierte Passivhausschule im Vorarlberg überzeugte auch die Verantwortlichen in Dachau bei München, wo nun eine Realschule als Passivhaus entsteht. Geplante Fertigstellung: 2011.

Im schwäbischen Günzburg hat die Passivhausschule Südost bereits den Dienst aufgenommen: 24 Schüler pro Klassenraum wirken als „lebendige Heizkörper“ und ermöglichen die Reduzierung des Heizwärmebedarfs von umgerechnet 37 Litern pro Jahr und Quadratmeter auf nur noch 1, 5 Liter. Die Angabe in Heizöl dient nur der Vereinfachung für den Laien: geheizt wird selbstverständlich mit natürlicher Erdwärme. Die Schüler werden vor allem die kontrollierte Belüftung schätzen: das gewohnte „können wir mal ein Fenster aufmachen“ wird man nicht mehr vernehmen. Das Raumvolumen an Luft wird in einem Passivhaus 6 Mal pro Stunde ausgetauscht. Dabei geht die Wärme aber nicht verloren, sondern wird hocheffizient genutzt, um die frische Luft zu erwärmen.

In Kempten (Allgäu) wurde ein Anfang des Jahres das 600qm große Kinderhort „Einstein“ der Gustav-Stresemann-Volksschule eingeweiht: die Passivhaustechnologie und 75 – 100 Kinder pro Tag ermöglichen die Einsparung von rund 13,5 Tonnen CO2 pro Jahr.

Bleibt zu hoffen, daß weitere Bauherren und Architekten die Zeichen der Zeit erkennen, und künftig der Anteil der Passivhäuser am Neubau -im Eigenheimbau wie im öffentlichen Bereich- weiter steigt.

Quellen:Allgäuer Zeitung, ORF, Münchner Merkur/tz, Augsburger Allgemeine


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Bauherrenprämie in Wekeln

geschrieben von Fritz am Dienstag, den 10. Juni 2008 um 16:26

Der zuständige Haupt- und Finanzausschuss in Wekeln (NRW) hat den Beschluss gefasst, dass jeder Bauherr, der ein Grundstück kauft, einen Umweltaufschlag von fünf Euro pro Quadratmeter zahlen muss. In diesem Jahr werden dadurch ca. 110.000 Euro eingenommen. Dieses Geld wird dann denjenigen zugute kommen, die in ein Energiesparhaus oder in ein Passivhaus investieren.

Die Stadt kostet dieses Umwelt-Förderprogramm nichts, es orientiert sich an den Richtlinien der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Wer ein KfW 60-Haus errichtet bekommt 3000 Euro, wer in ein KfW 40-Haus investiert kann sich über 4000 Euro freuen und derjenige, der sich für ein Passivhaus entscheidet, erhält eine Förderung von 6000 Euro. Innerhalb von vier Wochen wird der Zuschuss gezahlt.

Wenn doch nicht das gesamte eingenommene Geld ausgezahlt werden sollte, wird der Rest für energetische Maßnahmen an oder in städtischen Gebäuden verwendet.


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Passivhaus im Sommer

geschrieben von Fritz am Sonntag, den 8. Juni 2008 um 16:09

…auch wenn beim Passivhaus eher die winterlichen Vorteile wie Heizenergie- und Heizkosteneinsparung besprochen werden, sollte man bei den zur Zeit vorherrschenden sommerlichen Hitzetagen nicht vergessen, das Dämmung nicht nur einseitig funktioniert. Die gute Wärmedämmung, die im Winter die Kälte draußen lässt, verhindert im Sommer bei richtiger Lüftung auch das Überhitzen von Innenräumen. Von einem Eisblock mit 1000 Litern Wasser, der 6 Wochen in einem Minipassivhaus in Delmenhorst eingebaut worden war, waren in der Zeit nur ca. 180 Liter abgeschmolzen…


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12. Passivhaustagung

geschrieben von Bjoern am Donnerstag, den 5. Juni 2008 um 11:21

In Nürnberg ist die 12. Internationale Passivhaustagung zu Ende gegangen. Anläßlich der Tagung erinnerte die Internationale Energieagentur (IEA) daran, daß der letzte G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm die verbindliche weltweite Einführung des Passivhausstandards bis 2030 beschlossen hat. Hingewiesen wurde außerdem auf die Vorteile der Passivhaustechnologie auch in warmen Regionen. Der Gründer und Leiter des Passivhausinstituts, Dr. Wolfgang Feist, unterstrich die schnelle Amortisierung der Investitonskosten durch die Energieeffizienz. Aus Österreich wird berichtet, daß der Passivhausstandard im Bundesland Vorarlberg bereits verpflichtend gilt.Das berichtet der Verband der Deutschen Ingenieure (VDI) in den VDI-Nachrichten, der gesamte Artikel findet sich hier.


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„Passivhaus für alle Klimazonen“

geschrieben von Fritz am Dienstag, den 29. April 2008 um 11:56

Dr. Wolfgang Feist hat der Zeitung „Der Standard“ ein interessantes Interview gegeben, in dem er über den Erfolg des Passivhausstandards, über Baukosten und Zukunftsaussichten spricht. Das ganze Interview unter folgendem LINK.


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Passivhaus und Sonnenhaus miteinander kombinieren

geschrieben von Stefan am Dienstag, den 4. März 2008 um 14:29

Passivhäuser zeichnen sich ja durch einen sehr niedrigen Energieverbrauch aus. Ins Detail möchte ich hier gar nicht gehen, dazu habe ich dieses Thema schon sehr oft behandelt. Wer sich noch einmal über die Vorzüge eines Passivhaus informieren möchte, sei auf die Infoseiten zum Passivhaus unseres Architekturbüros verwiesen. Um den Heizwärmebedarf eines Passivhaus zu erreichen braucht das Passivhaus eine Belüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Zudem sind Passivhäuser extrem gut gedämmt. Ein Sonnenhaus muss nicht so gut gedämmt werden, das soll aber nicht heißen das es nicht trotzdem über eine sehr gute Wärmedämmung verfügen kann. Laut solarserver.de kommt das Sonnenhaus „laut SHI aber selbst bei höherem Heizwärmebedarf mit einer Primärenergiemenge aus, die um den Faktor vier bis fünf niedriger liegt“. Ein Passivhaus benötigt für die Wärmerückgewinnung und Nachheizung der Lüftungsanlagen elektrische Energie. Was bietet sich da mehr an als ein Passivhaus mit einem Sonnenhaus zu kombinieren? Mit dem Gesetz zur Nutzung von erneuerbarer Energie sind auch die Vorraussetzungen für die Finanzierung eines Sonnenhauses geschaffen worden.

Wer sich genauer zum Konzept des Sonnenhauses informieren möchte sein auf diesen Hintergrundartikel verwiesen.


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weltgrößtes gewerblich genutztes Passivhaus in Ludwigshafen eingeweiht

geschrieben von Stefan am Montag, den 16. April 2007 um 16:43

Gestern war es soweit. In Ludwigshafen wurde das weltweit größte Bürohaus welches nach dem Passivhaus-Konzept gebaut wurde eingweiht. Außerdem wurde es auch gleich noch von der Initiative „Land der Ideen„, welche unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Horst Köhler steht ausgezeichnet. In dem weltweit größten gewerblich genutzen Passivhaus gibt es 550 Büroarbeitsplätze auf einer Fläche von fast 10.000 Quadratmetern. Der Wärmebedarf beträgt aufgrund der sehr guten Wärmedämmung und der dreifach-Verglasung nur 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Geheizt und gekühlt wird das Bürogebäude mit Wasser, welches im Sommer mit Grundwasser aus 95 Metern Tiefe gekühlt und im Winter mit Erwärme und eine Wärmepumpe beheizt wird. Die Energie für die Wärmepumpe produziert eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bürogebäudes. Die Wärmepumpe hat eine Leistung von 40 Kilowatt. Diese Leistung wird eigentlich für zwei Einfamilienhäuser benötigt. Hieran ist also ganz deutlich zu erkennen wie wenig Energie dieses Passivhaus benötigt. Es wird mit diesem Passivhaus sowiel Energie erzeugt wie die Wärmepumpe benötigt, dadurch ist das Bürogebäude im Bereich der Beheizung CO2-neutral.

Sicher die Mietpreise von etwas mehr als 10 Euro pro Quadratmeter sind etwas höher als die ortsübliche Miete. Doch dieser Nachteil wird durch die Ersparnis bei den Heizkosten wieder ausgeglichen. Bis auf 400 Quadratmeter ist das Bürogebäude vollständig vermietet. Also wer noch ein Büro in einem Passivhaus sucht sollte sich beeilen.


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Broschüre „Leben im Passivhaus“ erschienen

geschrieben von Stefan am Freitag, den 6. April 2007 um 14:19

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Das Passivhaus zeichnet sich durch seine sehr guten Wohneigenschaften und den exzellenten Energieverbrauch aus. Gleichzeitig hilft das Passivhaus mit seinem niedrigen Energieverbrauch den CO2 -Ausstoß zu reduzieren und so den Klimaschutz zu verbessern.

Der Hamburger Umweltsenator Axel Gedaschko:

Passivhaus-Bauweise ist ein besonders erfolgversprechender Ausweg bei steigenden Energiepreisen und ein nachhaltiges Mittel zur CO2-Minderung in Sachen Klimaschutz. Der Heizwärmebedarf eines Passivhauses beträgt nur ein Zehntel im Vergleich zu herkömmlichen Gebäuden und der C02-Ausstoß liegt bei 400 kg/Jahr. Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt unterstützt die Passivhaus-Technik schon länger im Rahmen ihrer „Initiative Arbeit und Klimaschutz“. Mit 360 Wohneinheiten in Passivhäusern im Geschosswohnungsbau liegt Hamburg bundesweit an der Spitze.

Die BSU (Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt) gibt jetzt eine neue kostenlose Broschüre zum Thema Passivhaus heraus. Sie richtet sich an Bauherren, Investoren, Architekten und Handwerker. Sie ist unter dem Namen „Leben im Passivhaus. komfortabel – kostengünstig -ökologisch“ erschienen. Die Broschüre gibt einen Einblick in die Passivhaus-Bauweise, informiert über die Haustechnik und stellt verschiedene Passivhaus-Beispiele von Ein- und Mehrfamilienhäusern vor.

Herunterladen kann man die Broschüre hier. Außerdem liegt sie in allen Bezirksämtern (in Hamburg), im Solarzentrum Hamburg und in der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Billstraße 84, beim Pförtner sowie im Stadtmodell in der Wexstraße 7 (Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag 10:00 -17:00, Sonnabend und Sonntag 13:00 -17:00 Uhr) aus.


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Passivhaus Kompendium 2007

geschrieben von Stefan am Mittwoch, den 14. März 2007 um 13:04

Das Passivhaus Kompendium 2007 ist jetzt erschienen. Das Passivhaus Kompendium 2007 informiert Bauherren und Fachleute zu allen Aspekten des Passivhauses. Auf den rund 100 Seiten erfährt man die wichtigsten Grundlagen zum Passivhaus. Auch Fragen und Problemstellungen rund um das Passivhaus werden beantwortet. Aber auch wichtige Einzelaspekte des Passivhauses wie z.B. Vakkum-Isolierung und Dachflächenfenster. Darüber hinaus wird die Förderung und Finanzierung von Passivhäusern erörtet. Zum Schluss findet der Leser auch noch eine umfangreiche Adressensammlung von Herstellern und Lieferanten für das Passivhaus.

Das Passivhaus Kompendium 2007 kostet EUR 6,40. Wer möchte kann auch schon mal in das Passivhaus Kompendium 2007 reinlesen.


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über uns

Frank Müller - Architekturbüro Müllers Büro

Wir sind ein Architektur und Ingenieurbüro in Berlin. Wir haben uns auf Niedrigenergie- und Passivhäuser spezialisiert. Das Passivhaus erlangt in Zeiten hoher Energiekosten immer mehr an Bedeutung. Wir möchten Sie hier über Passivhäuser und über Neues zu diesem Baukonzept informieren.