Anteil der Passivhäuser in Deutschland um 50 Prozent gestiegen

geschrieben von juliane am Montag, den 9. Februar 2009 um 19:34

Die Zahl der Passivhaus-Neubauten und Sanierungen im Passivhausstil ist in den vergangenen beiden Jahren um rund 50 Prozent gestiegen. Dies berichtet das Passivhaus Institut. Demnach waren es zu Beginn des Jahres 2007 rund 8000 Einheiten, heute seien es 12.500, wobei eine Einheit 100 Quadratmetern entspricht. Hier sei ein Trend erkennbar, resümiert das Institut. Durch die steigenden Energiekosten würden viele Menschen über Alternativen im Hausbau nachdenken.

Allerdings gebe es Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Kämen im Bundesspitzenreiter Baden-Württemberg durchschnittlich 2,4 Passivhäuser auf 100.000 Einwohner, seien es in Sachsen gerade einmal 0,78. Uwe Kettner, Spezialist für energieeffizientes Bauen aus Sachsen, ist darüber nicht verwundert. Die Kaufkraft im Osten Deutschlands sei geringer und damit sei die Hemmschwelle, zehn Prozent mehr beim Hausbau auszugeben, viel höher. Viele würden hier aber vergessen, die zukünftige Ersparnis mit einzuberechnen. Mit einem Passivhaus lassen sich immerhin bis zu 90 Prozent der Heizkosten sparen. Außerdem könnten die Mehrkosten durch den “Ökologisch Bauen”-Kredit der KfW-Bank abgefedert werden.

Besonders im öffentlichen Sektor sei viel getan worden, berichtet das Passivhaus Institut weiter. Jedoch würde der öffentliche Sektor in Westdeutschland die Passivhausweise konsequenter nutzen als in Ostdeutschland. Während im Westen vielerorts Kindergärten, Schulen, Pflegeheime und andere öffentliche Gebäude in Passivbauweise saniert oder neu gebaut hat, seine es im Osten lediglich fünf Kindergärten und eine Schule, alle in Sachsen.

Das Modell der Passivhausnutzung sei aufgrund seiner hohen Sparmöglichkeiten ausdrücklich zur Nachahmung empfohlen.


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Kategorie: Allgemein, Förderung, Heizkosten, Passivhaus, Sanierung


Information für Bauherren: Das Passivhaus-Kompendium 2009 ist da

geschrieben von juliane am Freitag, den 23. Januar 2009 um 08:49

Das neue Passivhaus-Kompendium ist erschienen und verfügbar. In der neuen Ausgabe der Sammlung sind die Informationen zum Thema Passivhaus zusammengefasst und auf den neuesten Stand gebracht. Das Passivhaus-Kompendium richtet sich zum einen an Bauherren und Interessierte, zum anderen aber auch an Experten und Architekten.

Das Kompendium bietet unter anderem Antwort auf Fragen zum Bauen und Sanieren, Finanzieren und Fördern, Dämmen und Dichten sowie Heizen und Lüften. Beispielsweise werden im die Ergebnisse einer Exklusivstudie zu den höheren Kosten beim Bau eines Passivhauses im Gegensatz zum konventionellen Bau eines Hauses. Bis zu 14 Prozent teurer ist nämlich ein Passivhaus im Bau, dem gegenüber stehen jedoch die Ersparnisse, die ein solches Haus bietet. Die Artikelserie “22 Passivhaus-Mythen” räumt mit gängigen Legenden und Vorurteilen auf, etwa mit der Zertifizierungspflicht für Passivhäuser.

Namhafte Gastautoren beschäftigen sich mit verschiedenen Aspekten des Passivhauses. Das Spektrum reicht von rechtlichen Fragen zu Fördermöglichkeiten bis zu neuen Ideen in der Architektur. Auch die Sanierung von alten Gebäuden auf Passivhausniveau ist ein Thema des Kompendiums.

Ein besonderer Schwerpunkt dieser Ausgabe ist ein Marktüberblick zu Lüftungskompaktanlagen. Wer sich beim Lesen endgültig für den Bau eines Passivhauses oder eine Sanierung seines alten Hauses entscheidet, findet einen umfangreichen Adressteil mit Adressen von Herstellern und Zulieferern sowie Fachplanern und Architekten.

Das Passivhaus-Kompendium ist zum Preis von 6,90 Euro im Zeitschriftenhandel erhältlich oder im Buchhandel unter der ISBN 978-3-00-025647-9 zu bestellen. Hier können Sie schon mal einen Blick ins Buch werfen.


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Kategorie: Allgemein


Clean Energy Power (CEP) 2009: Die Messe für erneuerbare Energie und Passivhaus

geschrieben von juliane am Montag, den 19. Januar 2009 um 18:23

Vom 29. bis zum 31. Januar 2009 dreht sich in der Landesmesse Stuttgart alles um erneuerbare Energien und Passivhäuser. Auf der Fachmesse Clean Energy Power können sich Interessierte über alles informieren, was mit dem Thema zusammenhängt. Etwa ein Drittel der Ausstellungsfläche wird der Ausstellungsschwerpunkt “Bauen und Sanieren” einnehmen.

Des Weiteren geht es um Geothermie, Wärmepumpen, Photovoltaik und Solarthermie, Kraft-Wärme-Kopplung, Biomasse, Wärmeluftmotoren (Stirling), Heizen mit Holz und nicht zuletzt auch um Energiedienstleistungen.

Hier finden Sie weitere Informationen und können sich als Besucher registrieren sowie gezielt nach Herstellern suchen.


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Kategorie: Allgemein, Termine


Die Krise als Chance nutzen: Einstieg in die Energieeffizienzwirtschaft dank Konjunkturpaket?

geschrieben von juliane am Montag, den 12. Januar 2009 um 15:31

Das neue Konjunkturpaket steht in diesen Stunden auf dem Programm der Bundesregierung. Wird es Steuersenkungen geben oder nicht, wo wird Geld hineingesteckt, wer bekommt etwas ab vom Kuchen und wer nicht? Gewissheit wird die Zeit bringen. Doch die Kritik am Programm ist jetzt schon groß. Der Deutsche Naturschutzring (DNR) fordert gar, das gesamte Geld des Programmes in einem Energieeffizienzfonds anzulegen. Fakt ist, dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel schon jetzt massiv zurückgerudert ist, was ihre Klimaschutzpläne angeht. Wenn es Arbeitsplätze gefährde, könne man von niemandem verlangen, dass er Richtlinien zum Klimaschutz einhalte, sagte sie.

Hubert Weinzierl vom DNR sieht das anders. Die Vorstellungen der Organisation sind sehr konkret: Der Fonds könnte Zuschüsse für die Umsetzung der Richtlinien für Passivhäuser geben, auch im öffentlichen Sektor, beispielsweise für Schulen. Dabei würden die eingesparten Energiekosten dafür sorgen, dass mehr Geld in andere wichtige Dinge fließen könne.


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Kategorie: Allgemein, Passivhaus


KfW – passt Förderprogramme an EnEV 2009 an

geschrieben von Stefan am Montag, den 1. Dezember 2008 um 09:13

Wie auf Solarthemen berichtet wird, passt die KfW ihre Förderprogramme im Bereich Bauen, Wohnen, Energie sparen an die neuen, strengeren Vorgaben der EnEV 2009 an. Bei Solarthemen heisst es dazu:

Voraussichtlich ab April/Mai 2009 wird es in diesem Bereich nur noch zwei KfW-Programme geben:„Energieeffizient Sanieren“ für Maßnahmen im Bestand und „Energieeffzient Bauen“ für den Neubau. Bei Sanierungsmaßnahmen wird wegen der gestiegenen Anforderungen der EnEV der Förderhöchstbetrag auf 75 000 Euro heraufgesetzt.

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Kategorie: Förderung


Passivhaus – Garant für ein behagliches und gesundes Wohnklima

geschrieben von Stefan am Sonntag, den 30. November 2008 um 14:00

Das man mit einem Passivhaus Energie sparen kann hat sich mittlerweile rumgesprochen. Das aber ein Passivhaus auch für ein gesundes Raumklima sorgt, auch ohne eine herkömmliche Heizungsanlage ist noch nicht jedem bekannt. Österreich ist ja bekanntlich in Sachen Passivhaus sehr weit fortgeschritten. Der nachfolgende Bericht erläutert wodurch sich ein Passivhaus auszeichnet und erklärt wie man mit minimalen Enrgieeinsatz den maximalen Wohnkomfort erreicht. Im Jahr 2010 werden in Österreich ca. 28 Prozent aller Neubauten im Passivhausstandard errichtet. Beeindruckende Zahlen. Aber auch in Deutschland ist das Passivhaus auf dem Vormarsch. In Berlin entstehen zur Zeit drei neue Wohngebäude als Passivhäuser in Holzbauweise. Gerade der Holzrahmenbau ist besonders ökologisch. Auch in diesen Gebäuden kommt eine moderne Lüftungsanlage zum Einsatz, die für ein bahagliches Wohnklima sorgt.

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Kategorie: Passivhaus


Drei-Liter-Haus, das weniger verbraucht als ein Auto

geschrieben von Stefan am Samstag, den 22. November 2008 um 16:01

Häuser und Autos eignen sich nur bedingt für einen Vergleich des Energieverbrauchs. Betrachtet man aber nur einen Quadratmeter des Hauses und vergleicht diesen im Energieverbrauch mit einem Auto ist es schon erstaunlich, dass ein Haus weniger Energie verbraucht kann als ein Auto.

In Düsseldorf-Eller wurde ein Mehrfamiienhaus aus den 60-ziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts einer gründlichen energetischen Sanierung unterzogen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das Drei-Liter-Haus (siehe Baulexikon) hat nur einen Primärenergiebedarf von 36,2 KWh pro Jahr und Quadratmeter. In Litern Heizöl entspricht dies 3 Liter und bedeutet damit eine Einsparung von 87 Prozent. Selbst ein Passivhaus sieht dagegen blass aus, muss dieses doch nur einen Primärenergiebedarfvon unter 120 KWh pro Jahr und Quadratmeter aufweisen.

Man sieht also mit einer energetischen Sanierung von Häusern lässt sich jede Menge Energie sparen. Und gerade in Zeiten immer weiter steigender Energiepreise lohnt sich dies nicht nur für die umwelt sondern auch für den Geldbeutel.

Das besonders sparsame Haus wurde von der Firma Evonik, die sich selbst als kreativen Industriekonzern bezeichnen, entwickelt. Die Drei-Liter-Häuser von Evonik zählen mit zu den sparsamsten Niedrigenergiehäusern in ganz Deutschland.

[via: sonnenseite.com]


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Kategorie: Energiebilanz, Niedrigenergiehaus


Deutschland führt bei Passivhäusern

geschrieben von Stefan am Sonntag, den 16. November 2008 um 12:38

Noch ist Deutschland Exportweltmeister. Doch wie lange noch? Schön das es noch andere Bereiche gibt in denen Deutschland führend ist. Einer davon ist der Bereich des energieeffizienten Bauens. Bei Passivhäusern führt Deutschland. Doch trotzdem halten sich viele Bauherren noch zurück. Das liegt nach Ansicht von Wolfgang Feist, Erbauer des ersten Passivhauses in Deutschland an den höheren Investitionskosten für ein Passivhaus gegenüber einem herkömmlichen Gebäude. Für ein Passivhaus muss bis zu 25 Prozent höheren Baukosten gerechnet werden. Wer sich aber die Energiepreisentwicklung der letzten Jahre angeschaut hat wird feststellen, dass sich das Passivhaus trotzdem oder genau deshalb lohnt. Ein weiterer Pluspunkt des Passivhauses sind die geringen Instandhaltungskosten. Ab dem 1. 1. 2009 müssen Häuslebauer von Gesetz wegen erneuerbare Energien einsetzen, wieso also nicht gleich konsequent mit der Problematik umgehen und auf die Passivhaus-Bauweise setzen?


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Kategorie: Passivhaus


Umbau eines Wasserturm zum Passivhaus

geschrieben von Stefan am Samstag, den 25. Oktober 2008 um 17:59

Jürgen Räffle plant den Umbau eines leerstehenden Wasserturms nach Passivhaus-Standard zur gewerblichen Nutzung. Bundesminsiter für Umwelt, Sigmar Gabriel fördert das Vorhaben aus den Mitteln des Umweltinnovationsprogramms. Geplant ist den Energieverbrauch soweit zu senken, das eine Anlage für Solarstrom, Sowie eine Anlage zur Gewinnung von Solarwärme und eine kleine Windkraftanlage ausreichen um den Energiebedarf für die Heizungs- und Lüftungsanlage, sowie den Energiebedarf für die Beleuchtung, Warmwassergewinnung, Hilfsenergie und für den einen Aufzug zu decken. Dieses ehrgeizige Ziel soll durch den konsequenten Einsatz einer sehr guten Wärmedämmung, Lichtlenkjalousien und Sonnenschutz mit Mikrolamellen erreicht werden. Doch das würde noch nicht ausreichen. Eine Erdwärmepumpe verorgt das Haus mit der nötigen Energie für die Heizungsanlage und Warmwasser. Durch ein Solar-Schichtenspeichersystem wird die Vorlauftemepratur von 60°C auf 45°C gesenkt, was eine effizienteren Betrieb der Wärmepumpe ermöglicht. Zudem wird die Wärme der Abluft zu 95 Prozent wiedergewonnen.

Sobald das Vorhaben umgesetzt ist können mit dem Passivhaus-Wasserturm im Jahr 36 Tonnen CO2 einegspart werden. Man sieht an solch einem Beispiel sehr gut wie ein Passivhaus effektiv zum Klimaschutz beitragen kann.

[via: energynet.de]


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Kategorie: Passivhaus, Passivhaus-Beispiele


Energieausweis für Mieter noch nicht wichtig

geschrieben von Stefan am Sonntag, den 19. Oktober 2008 um 11:39

Der Energieausweis, so lese ich im energieblog.de ist für Mieter noch nicht so wichtig. Dabei sollte er es sein, denn über den Energieausweis wird die Energiebilanz eines Gebäudes ausgewiesen. Wenn also ein Gebäude besonders wenig Energie verbraucht lässt sich auch für Mieter viel Geld beim Heizen sparen. Seit dem 1. Juli 2008 ist der Energieausweis für Vermieter und Verkäufer von Immobilien die vor 1965 gebaut wurden ein Pflichtdokument. Für später erstellte Objekte wird der Energieausweis am 1. Januar 2009 zur Pflicht. Das sollten Mieter nutzen und bei der Wohnungssuche sich auch den Energieausweis vorlegen lassen, denn nur so können sie abschätzen welcher Energieverbrauch auf sie zukommt. Mit diesem Wissen lässt sich dann auch eine Wohnung mit einer geringen Energiebilanz finden und somit viel Geld sparen. Mittlerweile lässt sich der Energieausweis online bestellen.


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Kategorie: Energiebilanz, Heizkosten


über uns

Frank Müller - Architekturbüro Müllers Büro

Wir sind ein Architektur und Ingenieurbüro in Berlin. Wir haben uns auf Niedrigenergie- und Passivhäuser spezialisiert. Das Passivhaus erlangt in Zeiten hoher Energiekosten immer mehr an Bedeutung. Wir möchten Sie hier über Passivhäuser und über Neues zu diesem Baukonzept informieren.